2. Juni 2026

Starkes Zeichen gegen Antisemitismus und Ungerechtigkeit

 

 

Fußball als Brücke zur Geschichte: Gottfried Fuchs war kein gewöhnlicher Sportler.

Als einer der besten Fußballer seiner Generation erzielte er Rekorde, die noch heute Bestand haben – und wurde dennoch von den Nationalsozialisten aus seinem Land getrieben, weil er Jude war. Seine Geschichte macht deutlich, wie Antisemitismus und Unrecht nicht abstrakt und weit entfernt sind, sondern ganz konkrete Lebensentwürfe und Menschenleben zerstörten.

Genau diese Verbindung von Sport und Geschichte nutzten die beiden Jugendeinrichtungen zusammen mit ihren Kooperationspartnern Zweitzeugen und dem Fanprojekt Krefeld als pädagogischen Anknüpfungspunkt: Was Kinder und Jugendliche interessiert – Fußball, Stadion, Vereinsleben – wurde zum Einstieg in ein ernstes und wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte.

Im Mittelpunkt des Projekts standen vielfältige, kindgerechte Methoden, die z.B. die antisemitische Gesetzgebung der NS-Zeit erfahrbar und begreifbar machten. Statt trockener Fakten erlebten die Kinder Geschichte hautnah: durch interaktive Übungen, persönliche Geschichten und anschauliche Materialien, die zeigten, was es bedeutete, in der Zeit des Nationalsozialismus als Jüdin oder Jude in Deutschland zu leben.

Ein besonderes Highlight war die Stadionführung in der Grotenburg – dem Heimstadion des KFC Uerdingen. Ein Mitglied der „Grotenburg Supporters“, griff dabei das Thema Fußball und Ausgrenzung direkt vor Ort auf und schuf so einen authentischen, emotionalen Bezug zum Workshop.

Die Reaktionen der Kinder sprachen für sich: Viele waren gleichermaßen entsetzt und tief berührt von dem, was sie erfuhren.

Doch das Projekt endete nicht bei Betroffenheit. Die jungen Menschen zeigten sich fest entschlossen in ihrem Alltag für Fairness und Gerechtigkeit einzutreten.

Dieses Kooperationsprojekt zeigt eindrucksvoll, wie Offene Kinder- und Jugendarbeit, Erinnerungskultur und Sportgeschichte zusammenwirken können. Wenn Kinder begreifen, dass Geschichte keine abstrakte Vergangenheit ist, sondern aus echten Menschen und echten Schicksalen besteht – dann entsteht etwas Bleibendes.

 

Unser Dank gilt dem Verein Zweitzeugen, der den Workshop finanziell getragen und fachlich begleitet hat. Außerdem dem Fanprojekt Krefeld, das in Kooperation mit den Grotenburg Supporters für eine eindrucksvolle Führung durch das Stadion gesorgt hat.